Alf Decker als Kampfrichter bei Deutschen Meisterschaften

Hannover, 30.08.2026 – Als der niedersächsische Leichtathletikverband im Mai nach Unterstützung für die Deutschen Meisterschaften im Mehrkampf nach Unterstützung fragte, musste Alf Decker (SV Friedrichsfehn) nicht lange überlegen. Gerne sagte er seine Bereitschaft zu. Die nötige Erfahrung hatte er in den letzten Jahren bei vielen Wettkämpfen gesammelt. So ist er seit Jahren verantwortlicher Kampfrichter bei den vereinseigenen Sportfesten in Friedrichsfehn, und wird seit vielen Jahren bei vielen Landesmeisterschaften und in diesem Jahr sogar bei den Norddeutschen Meisterschaften in Bremen als Obperson im Weit- und Dreisprung gerne von den Veranstaltern eingesetzt. Aus dem NLV-Kreis Nordwest wurde nur Alf, aus Oldenburg waren Birgit Surmann, Elli und Timo Schöpp, Michael Kaupert und Rolf Schoolmann eingesetzt. Timo reiste bereits am Donnerstag an, unterstütze beim Aufbau und war hinterher im Hürdensprint und Speer eingesetzt. Elli teilte sich die Aufgaben der Obperson beim Weitsprung, Michael war zunächst Schiedsrichter beim Kugelstoßen und wechselte dann zum Speerwurf, Ralf war im Kampfgericht Weitsprung eingesetzt, Birgit war sogar bei drei verschiedenen Disziplinen gefordert, sie half beim Hoch-, Stabhoch- und Weitsprung.

Die Deutschen Meisterschaften im Mehrkampf waren für die Altersklassen U16 bis zu den Erwachsenen ausgeschrieben. Der Veranstalter setzte Alf als Obperson im Diskus- und im Speerwurf ein. Da die Würfe nicht seine Spezialdisziplin sind, begann die Vorbereitung schon Tage vorher mit dem Lesen der Internationalen Wettkampfregeln für Würfe. Gut 50 Seiten galt es zu verinnerlichen. Als nächstes studierte Alf das Handbuch für Deutsche Meisterschaften. Einige beschriebene Regeln sind selbstverständlich (z.B. Alkoholverbot während der Meisterschaften), andere hingegen waren neu. So durfte den Athleten nicht gratuliert oder Fotos aus dem Innenraum nicht angefertigt werden, Auch die Bekleidung war in Form (z.B. keine kurzen Hosen) und Farbe vorgeschrieben.

Auch der erste Tag verlief spannend. So mussten sich die Kampfrichter zwei Stunden vor dem ersten Wettkampf an der Mitarbeiter-Meldestelle einfinden. Vorher galt es sich zu akkreditieren. An der Meldestelle erhielten die Kampfrichter ein einheitliches Oberteil und weitere Informationen. Auch wenn der Ablauf der Wettkämpfe für die Kampfrichter sehr formal abläuft und auf kleine Fehler sofort von Schiedsrichtern hingewiesen wird, so waren es doch eindrucksvolle Meisterschaften für die Kampfrichter. Die Teams bestanden aus mehreren Landesverbänden, stetige Absprachen waren erforderlich. Aber es bestand trotzdem eine sehr sportliche Atmosphäre, Athleten und Trainer waren äußerst diszipliniert. Einsprüche gegen Entscheidungen des Kampfgerichtes wurden direkt mit den Aktiven besprochen und konnten dadurch an Ort und Stelle gelöst werden. Und es konnten tolle Leistungen bestaunt werden. In den kurzen Pausen und abends wurde viel gefachsimpelt und Erfahrungen ausgetauscht. Als es am Sonntagabend ab 18 Uhr wieder gen Heimat ging, waren sich alle einig, wenn es passt, unterstützen wir gerne wieder bei nationalen Meisterschaften. Und der Traum von einem Einsatz bei einem internationalen Wettkampf lebt natürlich auch weiter.