Athleten des SVF starten stark in die Freiluftsaison
Friedrichsfehn, 08.05.2026 – Zu Coronazeit entstanden und am vergangenen Freitag zum siebten Mal durchgeführt: Rainer Koch und Alf Decker organisierten erneut Anfang Mai den Friedrichsfehner Lauf- und Sprungtag. Einige Sportler nutzten den Wettkampf zu einem Training unter Wettkampfbedingungen, andere versuchten Qualifikationen zu erreichen.
Mit Spannung wurde der 100 m-Lauf der Männer und Frauen mit zwei Sportlern des Jahres erwartet. Läuft Volker Kinast unter 11 Sekunden, erreicht Lieske Meiners eine neue Bestzeit und welcher Bruder – Lars oder Till Helbig – gewinnt das Duell? Das Wetter meinte es gut, es herrschte Sonnenschein und leichter Rückenwind. Volker lief in 11,13 Sekunden mit großem Vorsprung ins Ziel. Dahinter war es so eng, dass das Zielbild vergrößert werden musste. Till lief in 12,17 Sekunden eine Hundertstel schneller als sein Bruder. Zeitgleich mit Till in 12,17 Sekunden kam Lieske ins Ziel und pulverisierte ihre alte Bestzeit um fast drei Zehntel Sekunden. In ihrer Altersklasse liegt sie damit derzeit auf Platz 4 in Deutschland! Auch im Weitsprung zeigte Lieske eine tolle Leistung. Sie gewann mit der sehr guten Weite von 5,57 m.
Am meisten beeindruckt war Trainer Claus Heemsoth allerdings von Berit Decker. Obwohl sie wegen der schriftlichen Abiturklausuren in den letzten Wochen nur wenig trainiert hat, zeigte sie tolle Sprünge. Klappte anfangs der Anlauf überhaupt nicht, so bekam sie ihn von Sprung zu Sprung besser hin. Und im sechsten und letzten Versuch traf sie das Brett ideal und sie kam bei völliger Windstille auf sehr gute 5,10 m. Auch Rieke Voß trainiert aktuell nur sehr unregelmäßig und war daher nur mit dem Diskus aktiv. Mit diesem zeigte sie aber schöne und weite Würfe. Mit der Siegerweite von 29,95 m war sie sehr zufrieden. In ihrem ersten Wettkampf kam Neufriedrichsfehnerin Greta Dolleck mit 23,24 m auf Platz 2.
Im Dauereinsatz war Co-Abteilungsleiter Alf Decker. Erst baute er die Hürdenbahn komplett auf, dann startete er im Dreisprung und über 100 m Hürden und danach war er als Obmann im Weitsprung für den korrekten Ablauf an der Grube verantwortlich. Am Ende war er sehr guter Laune: er hatte sowohl im Dreisprung als auch über die Hürden die Qualifikationsnorm für die Deutschen Meisterschaften geschafft, und an der Weitsprunggrube sah er viele gute und weite Sprünge und zufriedene Gesichter.
Aber auch der Nachwuchs zeigte am Freitag gute Leistungen, allen voran Paula Slaschjow (WU16). Sie gewann den Diskuswurf mit neuer Bestleistung von 24,89 m, die 80 m Hürden in 13,98 Sekunden und den Sprint über 100 m in neuer Bestzeit von 13,60 Sekunden. In der gleichen Alterklassen belegte Johanna Röben über die Hürden Platz 2 und im 100 m-Sprint Platz 3. Pauline Renken würde über die Hürden Dritte. Feemke Alberts in der WJU18 hatte in den letzten Wochen viel an ihrer Hürdentechnik gearbeitet. Sie kam in ihrem ersten Lauf über die 100 m Strecke sehr gut über die 10 Hürden und war mit ihrer Zeit von 17,88 Sekunden sehr zufrieden. Im 100 m Sprint siegte sie mit guten 14,06 Sekunden.
Über die 60 m Hürden war Jan Müller (M12) in 11,60 Sekunden der schnellste und er siegte auch im 75 m Sprint und im Weitsprung. Explodiert ist in gleich zwei Disziplinen Frida Kruse. Sie siegte mit jeweils klaren neuen Bestleistungen im 75 m-Sprint (10,95 Sek.) und Weitsprung (4,40 m). Auch im Einsatz waren auch Levke Brand, Maja Raddatz, Lotta Slaschjow, Flynn Holleboom, Hendrik Hayen, Lena Janssen Weetz, Emelie Hagenah und zeigten gute Leistungen. Die Trainer Eugen Slaschjow und Nathalie Phantavong waren mit den Leistungen ihrer Schützlinge sehr zufrieden, sahen aber auch noch einige Ansatzpunkte für die nächsten Trainingseinheiten.
Nun folgt in Friedrichsfehn am 30.05. der Kreisentscheid KiLa-Cup zusammen mit dem Kreisverband Oldenburg und am 20.06. die 44. Auflage des Schülersportfestes. Und eines zeigte sich am Freitag wieder: das Team der Sportabzeichengruppe und zahlreiche Eltern stellten sich ehrenamtlich als Kampfrichter und Helfer zur Verfügung. Mit dieser Unterstützung sind sich Rainer und Alf sicher, auch die beiden anderen Sportfeste gut ausrichten zu können.

