Athleten des SVF überzeugen in Papenburg und Vechta
Papenburg, Vechta – 07.06.2026. Nach Beginn der Freiluftsaison und vor den Sommerferien ballen sich Woche vor Woche die Wettkämpfe in der Leichtathletik. Auch einige Meisterschaften standen bereits an. Ende Mai fanden in Papenburg für Paula (W15) und Lotta Slaschjow (W14) die Bezirksmeisterschaften im Siebenkampf statt. Für beide war es jeweils der erste und so gingen sie mit einer gewissen Anspannung und Nervosität in den zweitägigen Mehrkampf.
Trainer Eugen Slaschjow berichtete nach dem Wettkampf: „Die Mädels haben ihren ersten Siebenkampf mit Bravour bestritten. Die Einteilung der Kräfte war schwierig, aber im Nachhinein haben sie die Belastung gut weggesteckt. Der abschließende 800 m-Lauf war anspruchsvoll und ausbaufähig. Bei Paula kam leider zusätzlich noch ihr Belastungsasthma hinzu.“ Und in der Tat, am ersten Tag pulverisierte Paula gleich drei Bestleistungen – sie steigerte sich mit der Kugel auf 9,14 m, verbesserte sich im Sprint auf 13,29 Sekunden und im Weitsprung um mehr als einen halben Meter auf 4,83 m. Dazu gingen gute 1,56 m im Hochsprung in die Wertung ein, so dass sie nach dem ersten Tag auf einem tollen zweiten Platz lag. Am zweiten Tag lief sie mit persönlicher Bestleistung über die Hürden, und der Speer flog auch weit. Beim 800 m-Lauf lief sie wegen des Asthmas zurückhaltend. So musste sie Platz 2 (nach sechs Disziplinen) noch abgeben, Platz vier ist aber ein tolles Resultat.
Ihre Schwester Lotta musste eine Klasse höher starten, da es in ihrem Jahrgang noch keinen Siebenkampf gibt. Sie fightete aber toll mit den ein Jahr älteren Athleten und brachte das Kunststück fertig, in fast allen Disziplinen neue Bestleistungen zu erreichen. Eugen war besonders von ihrem Speerwurf angetan, der auf tolle 26,15 m segelte. Im großen Teilnehmerfeld belegte Lotta im Vier- und im Siebenkampf jeweils Platz 11, war aber in ihrem Jahrgang die zweitbeste. Beide haben Lust auf weitere Mehrkämpfe und freuen sich schon jetzt aufs nächste Jahr.
Am Wochenende drauf standen die Meisterschaften in der Region auf dem Programm. Um ein Haar wären diese Meisterschaften ausgefallen, da es trotz mehrerer Aufrufe keinen Freiwilligen für das Wettkampfbüro gab. Zum Glück erklärte sich Rainer Koch (SV Friedrichsfehn) bereit, das Wettkampfbüro zu übernehmen. Eugen Slaschjow fuhr mit Lotta, Ella Walter und Feemke Alberts nach Vechta. Leider hatte die Veranstaltung Pech mit dem Wetter. Es regnete am Vormittag ununterbrochen, dazu wehte ein starker Wind. Da dieser aus verschiedenen Richtungen kam, gab es gerade beim Weitsprung sehr schwierige Bedingungen. Letztendlich hatten alle Athleten die gleichen Probleme, aber die Leistungen litten. Dennoch war Eugen auch hier recht zufrieden: „Trotz der Kälte und des Regens haben es die Athleten gut gemacht. Die Platzierungen stimmten, aber die Athleten mussten sich durchbeißen.“ Feemke (WU18) siegte im 100 m-Sprint und im Diskuswurf und freute sich über zwei Titel. Mit der Kugel erreichte sie Platz 3. Lotta (W13) wurde Regionsmeisterin mit der Kugel. Vizemeisterschaften erreichte sie im 75 m-Sprint und im Weitsprung. Am Ende eines langen Tages stellte sie sich nochmal den 800 m. Sie verbesserte sich gegenüber Papenburg um über 10 Sekunden und lief auf Platz 4 nur wenige Zehntel vor ihrer Vereinskollegin Ella (W13) ein. Ella blieb aber auch nicht ohne Podestplatzierung, mit der Kugel erreichte sie Platz 3. Beim Weitsprung klappte es mit dem Anlauf wegen wechselnder Winde nicht, so dass sie mit dem Wettkampf nicht zufrieden war.

