Jens Beintken gewinnt zwei Medaillen bei den Deutschen Meisterschaften
Düsseldorf, 08.03.2026 – Der Seniorensport in der Leichtathletik boomt nach wie vor. Von Jahr zu Jahr steigen die Teilnehmerzahlen. Für die diesjährigen Deutschen Meisterschaften Masters in der Halle in Düsseldorf hatten weit über 1.000 Teilnehmer fast 2.000 Meldungen abgegeben. Als einziger Starter aus dem Ammerland hatte Jens Beintken (M45) vom SV Friedrichsfehn seine Meldungen im Weitsprung und 60 m Hürdensprint abgegeben.
Leider war die Vorbereitung „mal wieder“ etwas holprig. Als verantwortlicher Sportlehrer des Studienseminars Oldenburg für das Lehramt an berufsbildenden Schulen war Jens im Januar drei Wochen in den Bergen, um Kollegen und Schülern im Schneesport zu unterrichten und fortzubilden. Gleich nach seiner Rückkehr nahm er dann das Training auf, um sich für die DM vorzubereiten. Und das lief für ihn und seinen Trainer Claus Heemsoth besser als erwartet. Leider gab es kurz vor den Meisterschaften einen Rückschlag, da er sich eine Muskelverletzung am Oberschenkel zuzog und das Training beenden musste. So fuhr er nur bedingt optimistisch nach Düsseldorf. Erfreut stellte er beim Warmmachen für den Weitsprung fest, dass der Oberschenkel nicht weh tat. Allerdings merkte er, dass der Wettkampf ohne Weitsprungtraining äußerst holprig begann. So nutzte er Sprung um Sprung um seine Technik zu verbessern und berichtete aus Düsseldorf: „Ich habe jeden Sprung zum Trainieren genutzt und an der Technik gefeilt. Beim letzten Versuch bin ich ins Risiko gegangen, habe den Balken getroffen und einen ordentlichen Satz gemacht.“ Sehr zur Freude überholte er den bis dahin Drittplatzierten um einen Zentimeter und holte sich mit 5,76 m die Bronzemedaille. Auch wenn nur drei Zentimeter zu Silber fehlten, freute er sich über sein Husarenstück und Platz 3. Damit zeigte er zum wiederholten Male, dass man ihn, ähnlich wie Malaika Mihambo, nie abschreiben darf, ein Wettkampf hat sechs Versuche und Jens hat des Öfteren im letzten Versuch die beste Weite erzielt. Und „es ist noch Luft nach oben, im Sommer soll wieder die 6-Meter-Marke fallen“.
Zum Glück lag eine Nacht zwischen den beiden Disziplinen, so dass Jens seinem Oberschenkel etwas Ruhe gönnen konnte. Trotzdem war die Hürdenerwärmung am nächsten Tag etwas schwerfällig, da Jens die Beeinträchtigung am Oberschenkel zwar gemerkt hat, sie ihn aber nur leicht beeinträchtigte. Aufgrund der wenigen Trainingseinheiten im Winter merkte Jens die fehlende Spritzigkeit, aber er war mit seinem Lauf sehr zufrieden. Jens berichtete weiter: „Gunnar [Habl aus Angersbach] konnte sich leicht absetzen, aber zusammen mit Dennis [Seifried vom VfL Horneburg] kämpfte ich Schulter an Schulter um Platz 2. So ging es zusammen über die letzte Hürde und bis zur Ziellinie.“ Als das Ergebnis aufleuchtete freute sich Jens über Platz 2 und Silber, 1/100 Sekunde vor Bronze. Nun folgt eine Regenerationspause, bevor sich Jens zusammen mit Claus auf die Sommersaison vorbereiten wird.
Wir gratulieren Jens zu seinem erneuten tollen Erfolg!
(Bild Hürde: Marcus Paguee)
