Jens Beintken ist Deutscher Meister und trotzt widrigen Umständen
Mönchengladbach, 19.07.2026 – Mitte Juli fand mit der Deutschen Meisterschaft der nationale Höhepunkt der Senioren in Mönchengladbach statt. Die Seniorenleichtathletik boomt weiter – der Veranstalter wurde von Meldungen förmlich überrannt. Wie im Vorjahr gaben 1.254 Aktive über 2.300 Meldungen ab, und damit doppelt so viele wie in den Jahren zuvor. Der Zeitplan wurde komplett überarbeitet und nach Auskunft des Deutschen Leichtathletik-Verbandes waren die Meldezahlen, insbesondere in den technischen Disziplinen, am Limit. Vom SV Friedrichsfehn hatte der mehrfache Deutsche Meister Jens Beintken (M45) und Alf Decker (M55) gemeldet. Beide hatten sich in den letzten Wochen intensiv mit ihrem Trainer Claus Heemsoth vorbereitet.
Alf hatte mit Dreisprung und 100m Hürden das erste Mal in der Altersklasse M50/55 gleich zwei Normen geschafft. Nach seinem verunglückten Start im Dreisprung im letzten Jahr – er verletzte sich beim Warmmachen – sollte es in diesem Jahr besser werden. Sollte: auch in diesem Jahr spielte der Körper nicht mit. Wenige Tage vor dem Start meldete sich seine Achillessehne mit einer Entzündung und schmerzte stark. Im Hinblick auf die Gesundheit verzichtete er schweren Herzens auf die beiden Starts, drückte Jens aus der Ferne die Daumen und hofft schon jetzt aufs nächste Jahr, dann in der Altersklasse M60.
Jens hatte seinen ersten Start im 110 m-Hürdenlauf. Nachdem er wegen Achillessehnenproblemen lange alternativ und im Sand und auf Rasen trainiert hatte, konnte er in den letzten vier Wochen viele Technikeinheiten absolvieren. Und das zahlte sich aus. Nachdem er im letzten Jahr Vizemeister in Gotha wurde, kletterte er in diesem Jahr ganz nach oben aufs Podest: Jens wurde Deutscher Meister in 17,19 Sekunden. Jens berichtete direkt nach dem Lauf aus Gladbach: „Ich habe mich beim Warmlaufen gut gefühlt und konnte mich konzentriert vorbereiten. Im Callroom wurden vier Dornen bemängelt, die schon seit der WM, EM und mehreren Deutschen Meisterschaften in den Schuhen sind. Andere Läufer haben mir mit Dornen und einem Schraubenschlüssel geholfen, so dass ich starten konnte. Mein Start war verhalten, aber dann bin ich gut und sauber in den Lauf gekommen. Ich bin aber insgesamt sehr zufrieden.“ Jens‘ besonderer Dank gilt Claus für das Training und der Baumschule bamboo-wonderwalls.de von Willi Janßen für die alternativen Trainingsmöglichkeiten.
Nach dem Lauf hatte Jens ein paar Stunden Zeit zur Erholung, bevor es zum Weitsprung ging. Auf diesen war Jens gespannt, konnte er mit dem bereits errungenen Titel befreit an seine zweite Disziplin gehen. Und auch hier lief es richtig gut. Nach drei Sprüngen lag er noch auf dem vierten Platz, explodierte in den nächsten drei Sprüngen aber geradezu. Im letzten Sprung verbesserte er sich letztendlich auf 5,89 m, wurde Deutscher Vizemeister und verpasste seinen zweiten Titel nur um winzige fünf Zentimeter.
Die ganze Abteilung gratuliert Jens zu seinem großen Erfolg!


