Lieske Meiners ist zweitschnellste Polizistin Deutschlands

Rostock,  26.08.2026 – Spitzensport traf Polizeiarbeit: Die Hanse- und Universitätsstadt Rostock war im August Treffpunkt der sportlichsten Polizeisportlerinnen und Polizeisportler Deutschlands. Zur 40. Deutschen Polizeimeisterschaft der Leichtathletik ludt die Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern am 25. und 26. August 2026 in das Rostocker Leichtathletikstadion ein. Knapp 300 Athletinnen und Athleten aus dem gesamten Bundesgebiet hatten sich qualifiziert, und kämpften in 21 Disziplinen um Meistertitel und Medaillen. Neben den Landespolizeien aus ganz Deutschland beteiligte sich auch die Bundespolizei an den Wettkämpfen. Die Deutsche Polizeimeisterschaft der Leichtathletik verband den sportlichen Wettkampf mit Teamgeist und zeigte auch die besondere Verbindung von (Leistungs-) Sport und Polizeiberuf.

Für das Bundesland Bremen hatte sich Lieske Meiners im 100 m, 200 m und im Weitsprung qualifiziert. Die Athletin des SV Friedrichsfehn hatte keine einfache Vorbereitung. Nach ihrem Teilriss der Achillessehne zu Beginn des Jahres 2025 kämpfte sie sich mit Geduld und viel alternativem Training zurück ins Wettkampfgeschehen. Aufgrund eines verletzungsfreien Winters startete sie furios in die Saison, pulverisierte ihre 100 m Bestzeit und brachte auch über 200 m und im Weitsprung sehr gute Leistungen. Darüber hinaus schaffte sie als Schlussläuferin der 4×100 m-Staffel der Startgemeinschaft DSC und BTB Oldenburg sowie dem SV Friedrichsfehn die B-Norm der Deutschen Meisterschaften und qualifizierte sich mit der Mannschaft für die Team-DM. Leider machte sich in diesem Sommer immer wieder ihre Achillessehne bemerkbar, so dass sie Trainings- und Wettkampfpausen einlegen musste. Auch zu den Deutschen Polizeimeisterschaften reiste sie nicht schmerzfrei an, konnte aber immerhin starten.

Und das tat sie sehr erfolgreich. Im 100 m-Sprint musste sie sich zunächst durch Vorläufe und das Halbfinale für das Finale qualifizieren. Aufgrund des sehr starken Gegenwindes wurden die Zeiten leider stark verweht, aber Lieske erwischte einen guten Endlauf und lief in 12,50 Sekunden zur Deutschen Vizemeisterschaft. Im Weitsprung machte sich dann leider ihre Achillessehne bemerkbar, so dass sie nicht richtig abspringen konnte. Mit den erreichten 5,45 m war sie nach dem bisherigen Saisonverlauf nicht wirklich zufrieden, freute sich aber trotzdem über Platz 3 und damit die Bronzemedaille. Zu den 200 m trat sie mit Rücksicht auf die Achillessehne und der Angst vor einer Verletzung nicht mehr an. Ein Blick in die Ergebnisliste zeigt, dass die Siegerzeit von 24,71 Sekunden für Lieske mit gesunder Sehne im Bereich des Möglichen gelegen hätte. Aber auch so hatte sie angesichts der beiden Medaillen ein breites Grinsen im Gesicht. Die Trainingsgruppe um Claus Heemsoth und die Abteilungsleitung gratulieren Lieske zu diesem außerordentlichen Erfolg.